Bewegungen auf Foto bannen

Bewegungen auf Foto bannen

Optimale Lichtverhältnisse und still stehende Fotomotive – das ist selbst für einen Anfänger keine wirkliche Herausforderung. Interessanter wird es dann schon, wenn man Fotomotive ablichten möchte, die in Bewegung sind. Dafür benötigt es zum einen schon etwas an Erfahrung, zum anderen aber natürlich auch die richtigen Einstellungen. Ansonsten wird man in gewissen Situationen eher verzweifeln als daran viel Freude finden. Wenn sich das Hauptmotiv in eine bestimmte Richtung bewegt, dann wird man auch als Betrachter des Fotos unwillkürlich dieser Richtung mit dem Blick folgen. Dies sollte man also auch bei der Bildgestaltung beachten. Wenn man zum Beispiel Fahrzeuge fotografiert wie Autos, Motorräder oder ähnliches, sollten diese in das Bild hineinfahren und nicht heraus. Anders ausgedrückt: Ein Objekt, das sich bewegt, sollte in Bewegungsrichtung Platz im Bildausschnitt haben und nicht den Bildrand direkt vor der Nase haben.

Mann hält Fotoposter

Wenn man sich bewegende Objekte fotografiert, kann man einem Foto Dynamik verleihen, indem man die Bewegung praktisch sichtbar macht. Doch wie soll man das angehen? Das Zauberwort hier lautet „Bewegungsunschärfe“. Diese entsteht, wenn sich das Objekt während der Belichtung bewegt. Je länger die Belichtungszeit dauert, desto unschärfer wird das sich bewegende Objekt natürlich. So kann man also Bewegung auch auf Fotos mehr oder weniger gut sichtbar machen. Je nach Geschwindigkeit des Objekts benötigt man eine relativ lange Belichtungszeit, um Bewegungsunschärfe als Stilmittel nützen zu können. Am besten ist natürlich, wenn man das ganz einfach ein paar Mal ausprobiert. Man kann sich ja an eine viel befahrene Straße stellen und die Davorbeifahrenden Autos fotografieren. bei kann man die Belichtungszeit verändern und so bekommt man dann relativ rasch ein Gefühl für die richtigen Einstellungen.

Wenn die richtige Belichtungszeit und die richtige Blende eingestellt sind, steht man vor der nächsten stilistischen Entscheidung: Was soll auf dem Foto scharf dargestellt werden? Der Hintergrund oder das sich bewegende Objekt? Wenn man das sich bewegende Objekt als Hauptmotiv scharf abbilden möchte, muss man die Technik des Mitziehens anwenden. Diese erfordert sehr viel Übung und Erfahrung. Im Endeffekt geht es darum, die Kamera mit dem Fotomotiv mitzuschwenken und währenddessen auf den Auslöser zu drücken. Im Optimalfall (nach vielen, vielen Versuchen zu Übungszwecken) bleibt das Hauptmotiv durch dieses Mitziehen scharf und der Hintergrund wird eher unscharf dargestellt. Dies kann sehr viel Dynamik in ein Foto bringen. Wie gesagt erfordert das Mitziehen ein wenig Übung. Wichtig ist auch, dass keine ungewünschte Verwacklungsunschärfe durch ungewollte vertikale Kamerabewegungen in Form von Auf-und-Ab-Bewegungen während des Mitziehens entsteht. Man kann sich auch mit einem Stativ abhelfen, sodass nur die gewünschte horizontale Bewegung möglich ist. Auch so kann man etwa Rennautos oder Radfahrer sehr gut ablichten und perfekte Fotos für Fotobücher aufnehmen. Mit der Technik des Mitziehens simuliert man quasi das, was das menschliche Auge auch machen würde: Es folgt dem Objekt, welches sich bewegt, und achtet nicht so sehr auf den Hintergrund.

Natürlich kann man auch das genaue Gegenteil machen und auch als stilistisches Mittel nützen. Wenn man ein Fotobuch erstellen und etwas Dynamik auf eine Seite bringen möchte, sind Fotos gut geeignet, auf denen man die Bewegung richtiggehend spüren kann. Wenn der Hintergrund scharf ist und die sich bewegenden Objekte verschwimmen, kann man diesen Effekt ebenfalls erreichen. Das geht ganz einfach: Die Kamera während der Belichtungszeit einfach ruhig halten. Die vorbeiziehenden Objekte werden je nach gewählter Belichtungszeit relativ unscharf, während der Hintergrund scharf dargestellt wird. Allerdings ist dabei die Gefahr sehr groß, dass das Foto einfach nur misslungen wirkt. Man sollte deshalb schon ein halbwegs scharf dargestelltes Hauptmotiv haben, an dem sich der Betrachter orientieren kann.
Ein guter Tipp: Man kann ein Blitzlicht als Aufhellblitz einsetzen, um dem unscharfen Gesamtbild ein dieses überlagerndes, scharfes Kernbild des Objekts hinzuzufügen. So ergibt sich der interessante Effekt, dass die Bewegung sichtbar gemacht wird, aber dennoch das fotografierte Objekt für den Betrachter klar erkennbar bleibt. Dabei muss man aber natürlich auch beachten, dass das Objekt in Reichweite des Blitzes sein sollte.

Kompaktkamera vor PC mit geöffneter Bestellsoftware

Wenn man dann seine Fotos vom Radrennen und von Rennautos im Kasten hat, kann man sich an das Fotobuch erstellen machen. Dazu ist es am besten, wenn man die Fotos vorher noch etwas nachbearbeitet. So kann man auch gewisse Unschärfen, die nicht gewünscht sind, noch etwas korrigieren, die Farbsättigung verändern und den Kontrast erhöhen. Auf den ersten Blick wirken viele Bildbearbeitungsprogramme etwas kompliziert, doch man sollte keine Scheu haben, es einfach mal zu versuchen. In den dazu gelieferten Handbüchern sind viele Arbeitsschritte ganz gut erklärt und können einem auf jeden Fall weiterhelfen. Außerdem haben viele Bildbearbeitungsprogramme schon gewisse automatische Korrekturhilfen, die man getrost anwenden kann. Bevor man das Foto abspeichert, kann man ja das Original- und das veränderte Bild vergleichen. Je nachdem, welches dann auf den Betrachter als schöner und interessanter wird, kann man die jeweiligen Fotos dann für die Fotobücher verwenden. Wenn man sich ein wenig mit den entsprechenden Programmen beschäftigt, wird man im Nu sehr gute Ergebnisse erzielen können..

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